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28.04.2007 / 0 / Seite 12 (Beilage)

Von Arbeit leben können

Ohne tarifliche bzw. gesetzliche Mindestlöhne ist der Niedriglohnsektor nicht in den Griff zu bekommen. Ein Plädoyer

Claus Matecki

Aktuelle Zahlen der Arbeitsmarktforschung belegen, daß der Niedriglohnsektor in Deutschland in den vergangenen Jahren in erschreckendem Maße ausgeweitet wurde. Ein Grund: Durch die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und die Einführung der Hartz-IV-Gesetze geriet das Lohnniveau unter Druck. So müssen Arbeitslose jeden Job bis zur Grenze der Sittenwidrigkeit annehmen, also eine Entlohnung akzeptieren, die bis zu 30 Prozent unter dem Tarifniveau liegen kann.

Fordern und Fördern? Es wurde und wird viel gefordert von den Beschäftigten. Vom vielzitierten »Fördern« ist jedoch bis heute wenig zu erkennen. Rund 2,5 Millionen Vollzeitbeschäftigte arbeiten in Deutschland mittlerweile zu Löhnen, die weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens betragen. Durch Verbandsflucht der »Arbeitgeber« fielen im Jahr 2005 in Westdeutschland noch rund 63 Prozent Betriebe unter die Tarifbindung, in Ostdeutschland waren es nur etwa 52 Prozent. Immer mehr Beschäftigte sind also »...

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