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29.11.2006 / 0 / Seite 7 (Beilage)

»Nipper« und »Schlucker«

Auch in der Weinpublizistik gibt es einen erbitterten Kampf zweier Linien. »Hugh Johnsons Weinwelt« zeigt der Buchhalterfraktion unter den Verkostern die Zähne

Hugh Johnsons Weinwelt, Hallwag Verlag, München 2006, Hardcover, 374 Seiten, 39,90 Euro

Wer wie der Brite Hugh Johnson seit nunmehr 40 Jahren zu den meistgelesensten und einflußreichten Weinpublizisten der Welt gehört, braucht kein Blatt mehr vor den Mund zu nehmen. Es darf also geholzt werden, und wenn das auf so amüsante und charmante Art geschieht, wie in seinem neuesten Werk »Hugh Johnsons Weinwelt«, ist großer Lesespaß garantiert.

Johnson weist auf ein paar einfache, aber oft vergessene Wahrheiten hin. Zum Beispiel darauf, daß der weitaus größte Teil aller Weine zum Essen verzehrt wird. Und er stellt die berechtigte Frage, welchen Sinn dann jene Scharfrichter-Verkostungen eines Robert M. Parker Jr. machen, der seine Vorliebe für schwere, hochkonzentrierte Weine in ein scheinbar »objektives« 100-Punkte-Bewertungssystem gekleidet hat, welches den weltweiten Weinmarkt der letzten Jahrzehnte nachhaltig geprägt hat. »Das Zentrum des Weinimperialismus ist Wa...


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