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22.02.2006 / 0 / Seite 6 (Beilage)

Chruschtschow eingeflogen

Die Volksrepublik Polen im Oktober 1956: Wie in letzter Minute ein Eingreifen der Roten Armee verhindert wurde

Von Tomasz Konicz

Polen schrammte in der zweiten Jahreshälfte von 1956 nur knapp an antisozialistischem Aufstand und sowjetischer Intervention vorbei. Die Volksrepublik war neben der Sowjetunion das einzige Land im Rahmen des Warschauer Vertrags, in dem zumindest zeitweise eine öffentliche Debatte über die Generalabrechnung mit Stalin stattfand, die während des XX. Parteitags der KPdSU im Februar 1956 initiiert wurde. Schon am 21. März 1956 entschied das Sekretariat der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PZPR), die auf dem Parteitag von Nikita Chruschtschow gehaltene Rede in Umlauf zu bringen. Im März und April 1956 fanden im ganzen Land Tausende von Parteitreffen statt, die eine Flut von Fragen und Diskussionen auslösten; zuerst in den PZPR-Gruppen, später in Fabriken, Universitäten und Büros. Die Arbeiterpartei geriet zusehends selbst in die Schußlinie: Scharfe Kritik wurde an Führern und Funktionären der PZPR geübt, die der Mißwirtschaft, teilweise sogar diverser Ve...

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