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19.10.2005 / 0 / Seite 7 (Beilage)

Ein Hauch von Kälte

Selbstverständigung, keine Abrechnung: Richard von Schirach über die gescheiterte Suche nach einem akzeptablen Vater

Kurt Pätzold

Sie saßen in den Startlöchern, als sich der Kalender 1966 dem Tage näherte, an dem die im Nürnberger Hauptkriegsverbrecher-Prozeß zu 20jähriger Haft Verurteilten in Freiheit gesetzt wurden. Sie – das waren die Chefs der westdeutschen Illustrierten. Im Fokus ihrer Aufmerksamkeit standen Baldur von Schirach und Albert Speer, die ihre Strafen in Spandau verbüßt hatten. Im Falle Schirachs machte der Stern, der seinen Fotografen ausgeschickt hatte, die Szenen des ersten Wiedersehens festzuhalten, das Rennen. Der inzwischen nahezu sechzigjährige weißhaarige Mann, der noch als Gymnasiast Mitglied der NSDAP geworden war und als Münchner Germanistikstudent an Hitlers Seite in Werbefeldzügen Faschisten unter seinesgleichen zu gewinnen trachtete, hatte aus dem Gefängnis keine autobiografische Aufzeichnungen mitgebracht. Doch verursachte das keine Verzögerung.

In Urfeld, dem Haus mit Blick auf das Karwendelgebirge, das die Schirachs in den zwanziger Jahren kaufte...

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