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12.10.2005 / 0 / Seite 15 (Beilage)

Keine Chancengleichheit ohne Umverteilung

Neues Studienheft von BdWi und fzs befaßt sich mit der Sinnentleerung eines Begriffs

Michael Mebes

Die Politik hat den Begriff der Chancengleichheit entdeckt. Insbesondere die SPD kommt ohne diesen Terminus nicht mehr aus. Allerdings ist er in den vergangenen Jahren massiv umgedeutet bzw. ausgehöhlt worden. Denn lange Zeit galt auch für Sozialdemokraten: Chancengleichheit ist ohne materielle Unterfütterung ein sinnentleerter Begriff, da sie nur einlösbar ist, solange die individuelle materielle Möglichkeit dazu besteht. Heute ist dagegen schon von gleichen Chancen die Rede, sobald »faire«, im Sinne von für alle gleichermaßen gültige Regeln existieren. Das klingt nach Monopoly, meint aber gewiß nicht die Fähigkeit aller zur Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen, geschweige denn Reichtümern.

»Chancengleichheit qua Geburt? – Bildungsbeteiligung in Zeiten der Privatisierung sozialer Risiken« ist der Titel des gemeinsam vom Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) und dem »freien zusammenschluß ...

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