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12.10.2005 / 0 / Seite 10 (Beilage)

Wissenschaft zum Dumpingpreis

Auch der neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst verschafft studentischen Beschäftigten keine Absicherung. Damit bleibt Ausbeutung an der Tagesordnung

Daniel Bruns

Die rund 100000 studentischen Beschäftigten an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen bleiben auch weiterhin ohne tarifliche Absicherung. Einzige Ausnahme ist Berlin, wo Anfang der 1980er Jahre ein eigenständiger studentischer Tarifvertrag (TVStud) unterzeichnet wurde. Immer wieder wurden Anstrengungen unternommen, ähnliche Regelungen auch im Rest der Republik zu erstreiten. Bereits 1992 lag ein ausformuliertes Vertragswerk vor, jedoch verweigerten die Länder im letzten Augenblick die Unterschrift. Statt dessen trat eine Richtlinie in Kraft, welche einen maximalen Stundenlohn von rund acht Euro vorschreibt. Seitdem blieben die Löhne nominal fixiert, was faktisch eine schleichende Senkung der Reallöhne nach sich zog. Zusätzlich kam es im vergangenen Jahr in einigen Bundesländern noch zu Kürzungen.

Das ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Tatsächlich befinden sich studentische Beschäftigte in prekären Verhältnissen. Allzuoft ist zu höre...

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