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12.10.2005 / 0 / Seite 6 (Beilage)

Resistent gegen Widerstand?

Trotz drohender Studiengebühren und anhaltendem Bildungsabbau sind die Proteste weitgehend im Sande verlaufen. Was fehlt, ist breite Gegenwehr aus Überzeugung

Harald Pittel

Die Lage der Studierenden an deutschen Hochschulen ist aussichtslos wie selten zuvor. Die Einführung allgemeiner Studiengebühren steht bevor, Zugangsbeschränkungen werden weiter verschärft, und ein Ende der chronischen Unterfinanzierung ist nicht absehbar. Die Aussichten erscheinen so mies, daß der Protest eigentlich auf mehrere Monate, wenn nicht ein ganzes Semester ausgeweitet werden müßte – sollte man meinen. Doch die Beteiligung am euphorisch betitelten »Summer of Resistance« war im Vergleich zur bundesweiten Protestwelle im Winter 2003 eher mau, was nicht ohne Häme der Mainstreampresse blieb. Woran hat’s gelegen? Und wie bekommt der Kampf für freie Bildung endlich wieder Drive?

An gutem Willen mangelte es jedenfalls nicht: Studentische Aktivisten machten wie eh und je Front gegen das sich verschärfende Bildungsdesaster. Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) in Nordrhein-Westfalen trat im Vorfeld der dortigen Landtagswahlen in ...

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