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12.10.2005 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Kassieren geht über Studieren

Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen machen ernst bei der Einführung einer Campusmaut für alle. Von Sozialverträglichkeit fehlt in den Gesetzentwürfen jede Spur

Sascha Vogt

Nach der Sommerpause liegen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen die ersten Gesetzentwürfe zur Einführung allgemeiner Studiengebühren auf dem Tisch. Gemeinsam ist beiden: Vom einstigen Versprechen der Sozialverträglichkeit ist nicht viel übriggeblieben. Während Baden-Württemberg so gut wie keine Kompromisse macht, wartet die neue Landesregierung in NRW zumindest mit einigen Kuriositäten auf.

500 Euro pro Semester soll das Studium in beiden Ländern kosten – im Süden auf jeden Fall, an Rhein und Ruhr nicht unbedingt. Hier markiert der Betrag lediglich eine Zahlungsobergrenze. Die Hochschulen sollen entscheiden können, ob sie überhaupt und in welcher Höhe sie künftig abkassieren. Damit wälzt die Politik die Verantwortung auf die Lehranstalten ab, wohl wissend, daß es mit deren Freiheit nicht weit her ist. Angesichts ihrer notorischen Unterfinanzierung, an der sich wohl auch in Zukunft nichts ändern wird, werden nicht wenige Hochschulen der Verloc...

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