12.10.2005 / 0 / Seite 2 (Beilage)

Masse und Klasse

Wer nach Elite schreit, will von bürokratischen Einheitsgebühren fürs Studium nichts wissen. Im Szenario der Neoliberalen stehen 500 Euro allenfalls am Anfang

Torsten Bultmann

In dem Maße, wie es mit Studiengebühren politisch vorangeht, verschärft sich ein Streit zwischen Konservativen und Neoliberalen. Seitens der einschlägigen Think Tanks etwa sollen Studiengebühren seit je zu einer stärkeren hierarchischen Differenzierung des Hochschulsystems in der Spannbreite zwischen Elite- und Masseneinrichtungen beitragen. In den USA beispielsweise werden an allen rund 4000 Hochschulen Studiengebühren erhoben, sie schwanken allerdings je nach Einrichtung zwischen 3000 und 30000 Dollar pro Jahr. Die Höhe des Preises gilt dort als Information über die »Exklusivität« – das Elitepotential – der einzelnen Hochschule, und so geraten nur etwa zehn in die sogenannte Ivy League (Efeuliga) der Spitzenuniversitäten. Diese werden hierzulande fälschlicherweise mit dem US-Hochschulsystem identifiziert.

Nachdem das Bundesverfassungsgericht am 26. Januar die Erhebung von Studiengebühren freigegeben hatte, verständigten sich die CDU-Bildu...

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