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15.08.2005 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Warum aus der Kirche austreten?

Großkirchen werden tendenziell zu Randgruppen. Plädoyer für einen Schlußstrich

Horst Herrmann

Wir wissen es alle: Jahr für Jahr verlassen Hunderttausende eine Kirche, die ihnen nichts mehr bedeutet. Eine Bagatelle, auch in finanzieller Hinsicht, sind diese Kirchenaustritte für die betroffenen Steuerkirchen nicht.

In manchen Orten der Bundesrepublik, auch auf dem platten Land, das lange als geduldiges Reservoir der Kirchen galt, nehmen die Austritte ständig zu. Verstärkt sich der allgemeine Trend noch, läßt sich hochrechnen, wann die Großkirchen auch nach ihrer Mitgliederzahl nur noch jene Randgruppen in der Gesellschaft darstellen werden, die sie nach ihrer geistigen und moralischen Bedeutung bereits sind.

Den Kirchenvertretern gehen die Argumente aus, die den Trend aufhalten könnten. Von Glauben, von »guten Werken« ist im Hinblick auf die Kirchen seltener die Rede denn je. Oft sind es nur noch gesellschaftliche Gründe, etwa die Rücksicht auf Eltern, Nachbarn, Kollegen, die vom längst fälligen Austritt abhalten.

Denjenigen, ...





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