Gegründet 1947 Sa. / So., 23. / 24. Februar 2019, Nr. 46
Die junge Welt wird von 2161 GenossInnen herausgegeben
15.08.2005 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Vatikan und Irak-Krieg

Trotz verbaler Kriegsablehnung aus Rom: Heiliger Stuhl und Washington verstehen sich als strategische Partner

Klaus von Raussendorff

Während der Militäraufmarsch gegen den Irak auf vollen Touren lief, verkündete der Papst, am 13. Januar 2003 beim Neujahrsempfang für das diplomatische Chor: »Nein zum Krieg! Er ist nie ein unabwendbares Schicksal, er ist immer eine Niederlage für die Menschheit«. Bald trafen im Vatikan Tausende E-Mails und Faxe aus aller Welt ein, in denen der Papst zu einer Reise nach Bagdad aufgefordert wurde. Die Absender baten Johannes Paul II., durch einen Besuch in Bagdad einen militärischen Angriff auf den Irak zu verhindern. Die römische Tageszeitung La Repubblica spekulierte, hinter den Worten des Papstes stehe der Wunsch nach Taten: Die Europäer sollten einem Angreifer des Iraks Truppen, Überflugsrechte und finanzielle Unterstützung verweigern. Nichts dergleichen traf ein.

Worum es dem Vatikan in der moslemischen Welt letztlich ging, erläuterte ein Jahr später der langjährige Italienkorrespondent und Wojtyla-Biograph, Andreas Englisch, mit danke...

Artikel-Länge: 5135 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €