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20.04.2005 / 0 / Seite 9 (Beilage)

Von der Anklagebank in den Hörsaal?

Der Deutsche-Bank-Chef und Arbeitsplatzkiller Ackermann soll künftig Wirtschaftswissenschaftler in Frankfurt ausbilden

Niels Holger Schmidt

Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, ist für viele der Prototyp des skrupellosen Managers. Dennoch könnte er bald, wie Mitte Februar bekannt wurde, Wirtschaftswissenschaftler an der Uni Frankfurt ausbilden. Inzwischen schieben die Verantwortlichen den akademischen Ritterschlag allerdings auf die lange Bank. Die Anklage gegen den Banker macht sich nicht gut.

»Die Honorarprofessur soll eine Ehrung sein. Das kann sie aber nur sein, wenn sie breit vom Senat getragen wird«, erklärte Jürgen Bereiter-Hahn, Vizepräsident der Frankfurter Johann-Wolfgang- Goethe-Universität Mitte April gegenüber jW. Er hatte den Antrag des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften für die Honorarprofessur Ackermanns von der Tagesordnung der Senatsitzung am 20. April genommen. Auslöser war die Entscheidung der Bundesanwaltschaft, den Veruntreuungsprozeß gegen den Deutsche-Bank-Chef wegen der Mannesmann-Übernahme fortzusetzen.

Erledigt ist das Thema damit ni...



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