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20.04.2005 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Unternehmen Hochschule

Die Diskussion über Studiengebühren wird entweder fiskalisch oder moralisch geführt. Sinnvoller wäre ihre politisch-ökonomische Erörterung

Georg Fülberth

Die vorherrschende Diskussion um Studiengebühren ist fiskalisch-moralisch geprägt. Sie geht davon aus, daß die öffentlichen Kassen leer sind und der Staat deshalb nicht mehr so viel für die Universitäten tun kann wie bisher. Diese müßten deshalb mehr als bisher für sich selbst sorgen: durch Einwerben von Drittmitteln und Studiengebühren. Sollten finanzkräftige Anleger Lust haben, eine Privat-Uni zu gründen, solle man sie keinesfalls daran hindern.

Lehre vom schlanken Staat

Nur, weshalb sind die öffentlichen Kassen leer? Es ist neoliberale Absicht. Die Lehre vom schlanken Staat geht davon aus, daß der Reichtum der Gesellschaft in privater Hand zu verbleiben hat. Dafür müssen die Steuern gesenkt werden, und das hat die SPD/Grüne-Regierung ja fleißig getan. Wo weniger eingenommen wird, müssen Schulden gemacht und/oder die Ausgaben gekürzt werden. Darunter auch die Aufwendungen für die Hochschulen. Allerdings ist die öffentliche Hand hier nicht durchgeh...



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