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20.10.2004 / 0 / Seite 11 (Beilage)

Explosives Gemisch

In Italien sollen der öffentliche und privatwirtschaftliche Wissenschaftsbetrieb gemeinsame Sache machen. Dagegen regt sich heftiger Widerstand

Damiano Valgolio, Rom

Eigentlich sollte Mitte Oktober auch an Italiens Universitäten das Wintersemester beginnen. Doch an einem Drittel der Hochschulen auf der Apenninenhalbinsel ruht bis auf weiteres der Wissenschaftsbetrieb. Statt dessen heißt es: Sciopero – Streik. Egal ob in Pisa, Parma oder Padua, überall dasselbe Bild: Protestversammlungen in den Hörsälen und Demonstrationen auf den Plätzen. Ein Anblick, wie man ihn im vergangenen Winter aus deutschen Unistädten kannte – nur der Altersdurchschnitt der Protestler in Italien ist deutlich höher. Hier ziehen vor allem Dozenten und wissenschaftliche Mitarbeiter durch die Straßen.

Der Aufruf zum Streik stammt von den Beschäftigten des akademischen Mittelbaus. Sie wehren sich gegen eine Gesetzesinitiative von Bildungsministerin Letizia Moratti. Die Regelungen, die Ende November im Parlament zur Abstimmung stehen sollen, sehen eine massive Verschlechterung ihrer Stellung vor. Bis auf die ordentlichen Professoren sollen alle ...

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