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10.09.2003 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Zwischen Reform und Revolution

Ein Rückblick auf die westdeutsche Solidaritätsbewegung mit Chile

Ulla Jelpke

Mit Salvador Allende starb am 11. September 1973 die Hoffnung von Millionen Menschen nicht nur in Südamerika, sondern in der ganzen Welt, über Reformen und auf friedlichem Weg Sozialismus verwirklichten zu können. Eine schmerzhafte Erkenntnis, die auch noch nach dreißig Jahren Gültigkeit hat.

Der faschistische Putsch in Chile traf die Linke in Westdeutschland in einer Situation, in der sie sich selbst in einer Orientierungsphase befand. Nur wenige Jahre zuvor hatte die 68er Bewegung das Establishment in Westdeutschland erschüttert. Die jungen Antiautoritären konfrontierten die Elterngeneration mit der bohrenden Frage, warum diese zum Faschismus in Deutschland geschwiegen hatte, und warum nach der Befreiung vom Faschismus in Westdeutschland eine Zeit der Restauration mit Altnazis wie Hans-Maria Globke und Hans Filbinger an den Schalthebeln der Macht eingesetzt hatte. Der Protest gegen den Vietnamkrieg einte die 68er. Gemeinsames Ziel war der Kampf gegen...

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