Gegründet 1947 Mittwoch, 24. April 2019, Nr. 95
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10.09.2003 / 0 / Seite 6 (Beilage)

Reflexionen um der Zukunft willen

Über das Scheitern der Unidad Popular in Chile

Marta Harnecker

Während in Lateinamerika die ländlichen Guerillabewegungen durch die Ermordung Che Guevaras in Bolivien demotiviert und durch mangelnde Erfolge geschwächt waren und die Stadtguerilla in Uruguay und Argentinien ihren Höhepunkt erreichte, bewegte ein Ereignis die Linke Lateinamerikas und der Welt: der Wahlsieg Salvador Allendes im September 1970. Das erste Mal in der Geschichte der westlichen Welt erreichte ein marxistischer Kandidat über die Wahlurnen das Amt des Staatspräsidenten.

Der Triumph Salvador Allendes stellte die oppositionellen Kräfte vor die Alternative, die Mehrheit zu akzeptieren oder mit jedweden Mitteln zu verhindern, daß der marxistische Kandidat sein Amt antritt. Die Mehrzahl der christdemokratischen Abgeordneten aber war eher geneigt, die gewählten Mehrheiten zu respektieren. Sie ahnten, daß der Bruch mit dieser Tradition das Land ins Chaos und einen Guerillakrieg stürzen würde. Doch ihre Unterstützung für die Unidad Popular (UP)1 war...

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