16.04.2003 / 0 / Seite 10 (Beilage)

Überraschende Vielfalt

Das jW-Weinteam testete trockene Gutedel aus Baden und Thüringen

Chasselas klingt ziemlich hip, Gutedel dagegen altbacken provinziell. Schmecken tun sie sicherlich ziemlich ähnlich, denn es handelt sich um einunddieselbe Rebsorte. Doch im Zeitalter der imagegesteuerten Weinmoden abseits des realen Geschmacks hat es der Gutedel außerhalb seiner Heimat im badischen Markgräflerland ähnlich schwer wie die wenig weltmännisch klingenden Grauburgunder und Weißburgunder, die sich als Pinot Grigio oder Pinot Blanc viel besser vermarkten lassen. <br /> <br /> Den bodenständigen Markgräflern ist das einigermaßen egal. Seit Jahrhunderten schlotzen sie ihren kernigen Gutedel als Tischwein an der heimischen Tafel und in der Gaststätte. Und längst haben etliche ambitionierte Winzer das Stadium des recht neutralen Massenweins, als der Gutedel meistens abgefüllt wird, verlassen und produzieren überaus reizvolle kernige Weine, durchgegoren und mit milder Säure sowie leicht nussigen Aromen. <br /> <br /> Einen...

Artikel-Länge: 6200 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe