Gegründet 1947 Donnerstag, 26. November 2020, Nr. 277
Die junge Welt wird von 2435 GenossInnen herausgegeben
08.07.2017, 14:10:57 / No G20

Klimaabkommen über Bord geworfen

Von Simon Zeise

Die US-Regierung teilte am Samstag mit, sich aus dem Pariser Klimaabkommen zu verabschieden. Die anderen 19 Mitglieder der G-20-Gruppe erklärten hingegen, die Vereinbarung »rasch« umsetzen zu wollen. Die Abkehr der USA wurde im Abschlusskommuniqué »zur Kenntnis« genommen, berichtete dpa. Dem amerikanischen Wunsch nach Neuverhandlungen wird eine Absage erteilt, indem das Abkommen als »unumkehrbar« bezeichnet wird. Als Entgegenkommen an Donald Trump wurde ein Satz aufgenommen, dass die USA eng mit anderen Ländern zusammenarbeiten und ihnen helfen wollen, »fossile Brennstoffe sauberer und wirksamer zu nutzen«. Washington will den Export von Flüssiggas steigern. Die Formulierung war besonders strittig, weil die Nutzung fossiler Energien auslaufen müsste, um die Ziele des Pariser Abkommens, unter anderem die Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter zwei Grad, erreichen zu können.

Unverzichtbar!

»Kapitalismus und intakte Umwelt sind wie Feuer und Wasser. Die junge Welt benennt hier Ursachen und Verursacher und liefert damit die Basis für die Arbeit in der Klimagerechtigkeitsbewegung.« Jupp Trauth, Klimaaktivist bei Ende Gelände

Eine prinzipienfeste, radikal kritische Tageszeitung im Netz ist durch nichts zu ersetzen für all diejenigen, die dem real existierenden Kapitalismus und Faschisten etwas entgegensetzen wollen.

Diese Zeit braucht eine starke linke Stimme – gedruckt und online!