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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!

Von Peter Borak
Foto: Benjamin Weinkauf
Protestaktion gegen die Präsenz eines Bundeswehr-Standes auf der Leipziger Buchmesse (27. März 2004)

Den 75. Jahrestag des Bestehens der jungen Welt nahmen überwältigend viele von Ihnen zum Anlass, uns Ihre Unterstützung zu versichern. Hunderte verbanden ihre Glückwünsche mit der Bestellung eines jW-75-Aktionsabos. Zahlreiche bestärkende Dankesworte galten dem konsequenten Festhalten am Gründungsauftrag dieser Zeitung, für Antifaschismus, Aufklärung, Emanzipation und Solidarität einzustehen, vor allem aber eine friedliche Welt einzufordern und imperialistische Kriegspropaganda zu entlarven. Und in der Tat: Jede Seite, die im Verlag 8. Mai erscheint, und jede Publikation, die von uns verbreitet wird, ist von diesen Grundorientierungen geprägt. Das gilt selbstverständlich auch für die Auswahl des Angebots, welches wir Ihnen im jW-Shop und damit auch in dieser Beilage unterbreiten. Sie finden hier, was gerade jetzt, wo sich der politische Himmel immer mehr verdunkelt, immer rarer wird: Wahrhaft überlebensnotwendige Informationen, die helfen, den Durchblick zu bewahren, wenn die von den immer mehr gleichgeschalteten Leitmedien gesetzten Nebelwände immer dichter werden. Und die verdeutlichen, warum und wie Stimmen, die bei der medialen Umerziehung einer (noch) kriegsunwilligen Bevölkerungsmehrheit stören, zum Verstummen gebracht werden sollen. Entsprechenden Lesestoff finden Sie auf den Seiten 2, 3 und 8. Dort, aber auch im Rahmen unseres Filmangebotes auf Seite 5 weisen wir ergänzend auf Möglichkeiten hin, dazu die Geschichte zu befragen. Dem internationalen Frauenkampftag ist unser Shop-Spezial auf Seite 6 dieser Beilage gewidmet. Die besonders günstigen Offerten unseres Modernen Antiquariats sind auf Seite 7 dargestellt. Aus Anlass unseres Jubiläums möchten wir zudem besonders bestellfreudige Leserinnen und Leser beschenken: Wenn Ihr Bestellumfang 75 Euro überschreitet, legen wir der Sendung gratis zwei Überraschungsbücher bei. Bei der Nutzung unseres Angebotes wünsche ich Ihnen viel Freude und maximalen Lese- bzw. Sehgenuss!

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Erschienen in der Beilage vom 23.02.2022, Seite 1, Feuilleton

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Pressefreiheit schützen, Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

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