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09.02.2022
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Titelgeschichten: 12. Februar 1947
An einem trüben Mittwochmorgen mit schneebedeckten Straßen in Berlin war die Zeitung für die Jugend – so der Untertitel – für 25 Reichspfennige erstmals erhältlich, zunächst als Wochenzeitung. Auf der ersten Seite gleich ein bunter Strauß Lesenswertes, von der FDJ über Fußball bis hin zu »Bockwurstorgien im Berliner Süden«. In einem »Geleitwort« gab Erich Honecker auf den Weg: »Die Junge Welt wird alle die entlarven, die unter dem Deckmantel der Demokratie jugendfeindliche Maßnahmen durchführen wollen. Sie wird daher Freunde der Jugend Freunde und Feinde der Jugend Feinde nennen.« (mme)
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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