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Berliner Wasser: Endspurt beim Volksbegehren

Berlin. Die Initiatoren für ein Volksbegehren zum Rückkauf der 1999 teilprivatisierten Berliner Wasserbetriebe (BWB) rufen zum Endspurt auf. Noch bis 31. Januar könnten bei der Grünen Liga Unterschriften geleistet werden, teilten der Ökoverband und der Berliner Wassertisch am Dienstag mit. Bisher hätten bereits über 26000 Berliner, rund 6000 mehr als notwendig, den Antrag auf Zulassung des Volksbegehrens »Schluß mit Geheimverträgen – Wir Berliner wollen unser Wasser zurück« unterstützt. Da jedoch meist ein großer Teil der Unterschriften ungültig sei, werde weiter gesammelt. Mit der Aktion sollen die Voraussetzungen für eine Aufhebung der Teilprivatisierung geschaffen werden. Vor neun Jahren hatten die Konzerne RWE und Veolia 49,9 Prozent der Anteile erworben. Seither sind die Preise mehrfach gestiegen, so daß Wasser in Berlin im Vergleich der deutschen Großstädte mittlerweile am teuersten ist.

Auch in den nächsten Jahren wird der Wasserpreis Medienberichten zufolge weiter steigen. BWB-Vorstands­chef Jörg Simon hält »leichte Erhöhungen« laut Tagesspiegel für »unvermeidbar«. Es werde aber versucht, unterhalb der Inflationsrate zu bleiben. (ddp/jW)


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Erschienen in der Ausgabe vom 23.01.2008, Seite 5, Inland

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