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Zwickmühle

Betriebsräte werden in der Wissenschaft gemeinhin als »Grenzinstitution« gesehen. Sie müssen laut Betriebsverfassungsgesetz zugleich Stimme der Belegschaft sein und »das Wohl des Unternehmens« im Auge haben. Die Erwartungen an die Rolle der Betriebsräte reicht dabei vom »konsequenten Interessenvertreter« bis zum »gestaltungsorientierten Co-Manager«. Zudem sind sie mit oftmals keineswegs homogenen Interessenlagen und Stimmungen innerhalb der Belegschaften konfrontiert. Wie die Beschäftigtenvertreter diese vielseitigen Ansprüche subjektiv verarbeiten und ihre eigene Rolle sehen, ist Gegenstand einer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie, deren Ergebnisse hier vorgestellt werden. Dabei geht es auch um die Folgen der veränderten Rolle von Betriebsräten durch die Verlagerung von Tarifregelungen auf die Betriebsebene.

Erhard Tietel: Konfrontation – Kooperation – Solidarität. Betriebsräte in der sozialen und emotionalen Zwickmühle. edition sigma, Berlin 2006, 351 Seiten, 21,90 Euro. ISBN: 3-8360-8679-4
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.01.2008, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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