22.12.2007
Schuld und Schüsse
1907 wurden im chilenischen Iquique Tausende Arbeiter ermordet. Die Verantwortung dafür trage die Linke, meint der Historiker Victor Farías
Von Harald Neuber
Am Freitag nachmittag stand in Iquique das Leben für einen Moment still. Um 15.45 Uhr hielten die Menschen in der nordchilenischen Hafenstadt inne. Kirchenglocken läuteten, Sirenen heulten. Die Menschen gedachten der Opfer eines Massakers, das vor hundert Jahren seinen Anfang nahm. Um 15.45 Uhr am 21.12.1907 ließ General Roberto Silva Renard das Maschinengewehrfeuer auf streikende Arbeiter eröffnen. 5000 Menschen hatten sich zuvor in einer Schule versammelt, weitere...
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