Zum Inhalt der Seite

NPD will Gedenken an Rosa und Karl stören

Berlin. Die NPD plant am 13. Januar erstmalig einen Aufmarsch gegen den traditionellen Gedenkzug für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag bestätigte, erwarten die Anmelder etwa 300 Teilnehmer. Nach Informationen der Berliner Zeitung soll der für den Zeitraum von 6 bis 22 Uhr angemeldete Zug der Rechten durch den Weitlingkiez im Stadtteil Lichtenberg führen. Die Neonazis wollen unter dem Motto »Gegen das Vergessen – Freikorps, Soldaten für Deutschland« marschieren. Mitglieder des Freikorps, das aus ehemaligen Frontsoldaten bestand und dem SPD-Politiker Gustav Noske unterstellt war, hatten 1919 die KPD-Gründer Luxemburg und Liebknecht ermordet.

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.12.2007, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!