Am Anfang der Sprachevolution des Menschen standen Gesten und Gebärden – das gesprochene Wort erlernten die Urmenschen erst viel später, frühestens vor 1,8 Millionen Jahren. Über diese neuen Erkenntnisse der Evolutionsbiologie, Genetik und Linguistik berichtet Geo Wissen in seiner neuen Ausgabe. Die einfache Lautsprache entwickelte sich dann zwischen 1,8 Millionen und 500000 Jahren vor unserer Zeit. Voraus gingen ihr womöglich primitive Urgesänge, die dazu dienten, Partner zu werben oder die sozialen Bindungen zu stärken. Voraussetzung dafür waren der aufrechte Gang, bei dem mehrere Lautäußerungen in einem Atemzug aneinandergereiht werden konnten, und ein abgesenkter Kehlkopf, durch den die Zunge Raum für das Sprechen und Singen bekam. Seine volle Sprachfähigkeit erreichte der Mensch allerdings erst vor vermutlich 100000 Jahren, als er sich in mehreren Wanderungswellen von Afrika aus über die Welt verbreitete. (ots/jW)
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