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Mordvorwurf fallengelassen

Camp Pendleton. Ein US-Militärgericht hat am Mittwoch einen weiteren Marineinfanteristen der Verschwörung zum Mord an einem Familienvater im Irak schuldig gesprochen. Eine Militärjury im kalifornischen Camp Pendleton sprach Oberst Marshal Magincalda zudem des Diebstahls und Einbruchs schuldig. Die schwerer wiegenden Vorwürfe vorsätzlicher Mord, Entführung sowie Meineid wurden jedoch fallengelassen, wie die Pressestelle des Militärstützpunktes mitteilte. Über das Strafmaß sollte die Jury noch am Donnerstag entscheiden. Nach Auffassung des Gerichts gehörte Magincalda einer Gruppe von acht US-Soldaten an, die den 52jährigen Zivilisten Haschem Ibrahim Awad bei einer nächtlichen Razzia im April 2006 in seinem Haus festgenommen und kurz darauf erschossen hatten. Danach versuchten sie, die Tat zu vertuschen: Awads Tod wurde so dargestellt, als sei er beim Deponieren einer Bombe ertappt und erschossen worden.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.08.2007, Seite 7, Ausland

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