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25.07.2007
- → Feuilleton
Bestraft
Nach seinem Rauswurf aus dem Constantin-Filmprojekt »Die Päpstin« läßt Regisseur Volker Schlöndorff die Kündigung »juristisch gründlich überprüfen«. Da es Constantin bisher nicht gelungen sei, den Film voll zu finanzieren, bestehe zudem der Verdacht, daß ein Vorwand für den Rausschmiß gesucht worden sei. Constantin Film hatte Schlöndorff am Freitag gekündigt. Grund war ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Schlöndorff habe darin ohne Absprache gegen eine bestimmte Art der Auswertung und eine damit verbundene vermeintliche Auswirkung auf die Produktionsqualität von Filmen Stellung genommen. Für »Die Päpstin« sei dies »sehr schädlich«.
Schlöndorff hatte in dem Artikel neue Mischformen von Film und Fernsehen kritisiert. Er nannte Beispiele wie die Constantin-Produktionen »Der Untergang« oder »Baader-Meinhof-Komplex«. Es beunruhige ihn, daß neue große Filmprojekte unter Ausnutzung von Filmfördermitteln und in Koproduktion mit dem Fernsehen entstünden, erst im Kino liefen und danach zu TV-Mehrteilern umgearbeitet würden. Er befürchte auch, die Regie könne genötigt werden, schon auf die Fernsehlangfassung Rücksicht zu nehmen.
(ddp/jW)
Schlöndorff hatte in dem Artikel neue Mischformen von Film und Fernsehen kritisiert. Er nannte Beispiele wie die Constantin-Produktionen »Der Untergang« oder »Baader-Meinhof-Komplex«. Es beunruhige ihn, daß neue große Filmprojekte unter Ausnutzung von Filmfördermitteln und in Koproduktion mit dem Fernsehen entstünden, erst im Kino liefen und danach zu TV-Mehrteilern umgearbeitet würden. Er befürchte auch, die Regie könne genötigt werden, schon auf die Fernsehlangfassung Rücksicht zu nehmen.
(ddp/jW)
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