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Bei EADS geht der Kleinkrieg weiter

Berlin/Paris. Nach der Einigung auf Wegfall der Doppelspitze bei EADS, beharken sich Deutschland und Frankreich nun um eine tiefgreifende Änderung der Aktionärsstruktur des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns. Berlin hat ein Vetorecht für beide Staaten bei strategischen Entscheidungen vorgeschlagen. Dies könnte über eine »goldene Aktie« geschehen, wie Regierungssprecher UlrichWilhelm am Dienstag in Berlin mitteilte.
Das Modell mit der »goldenen Aktie« hätte zur Folge, daß die deutsch-französische Machtbalance beim Airbus-Mutterkonzern gewahrt bliebe, auch wenn sich die bisherigen Hauptaktionäre Daimler/Chrysler und die Lagardère-Gruppe von ihren Anteilen trennten. Zudem könnte der französische Staat aussteigen, der derzeit mit 15 Prozent direkt an EADS beteiligt ist.
In Frankreich stößt der Vorschlag offenbar auf wenig Interesse. Finanzministerin Christine Lagarde wurde am Dienstag von der Financial Times mit den Worten zitiert, das Thema stehe ihres Wissens nach nicht auf der Agenda – im Gegenteil: wenn sich die Möglichkeit bietet, den Anteil des französischen Staates zu erhöhen, würden wir dies positiv prüfen.« (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.07.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

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