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Koch mißtraut islamischen Metzgern

Berlin. Der Bundesrat dringt darauf, die Grenzen für das von Juden und Muslimen praktiztierte Schächten künftig enger zu fassen. Das betäubungslose Schlachten von Tieren soll nur gestattet sein, wenn »zwingende Vorschriften« einer Religionsgemeinschaft dieses vorschreiben oder den Genuß von Fleisch nicht geschächteter Tiere untersagen, heißt es in einer am Freitag beschlossenen Gesetzesinitiative. Außerdem müsse dafür gesorgt werden, daß gegenüber einer herkömmlichen Schlachtung bei dem Tier »keine zusätzlichen erheblichen Schmerzen oder Leiden auftreten«. Dafür soll eine Elektrokurzzeitbetäubung vorgenommen werden. Die Initiative war vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) eingebracht worden.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.07.2007, Seite 2, Inland

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