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Hundstag

Aus Protest gegen die britische Königsfamilie hat der Performancekünstler Mark McGowan das Fleisch eines Corgi-Hundes gegessen – eine von Königin Elizabeth II. besonders geliebte Rasse. Im Laufe ihrer Regentschaft hat sie über 30 Corgis nicht gegessen, sondern besessen. McGowan verspeiste den Hundebraten am Mittwoch allerdings nicht live im Fernsehen, sondern im Radio. Er wisse, daß mancher seine Aktion, bei der auch die John-Lennon-Witwe Yoko Ono anwesend war, »geschmacklos« finden werde, sagte McGowan, gleichwohl wolle er damit die Unfähigkeit der zuständigen Behörde anprangern, Elizabeths Ehemann Prinz Philip wegen der grausamen Tötung eines Fuchses zu bestrafen. Dieser habe mit seinen Freunden im Januar auf der Jagd einen Fuchs angeschossen und mit einem Stock zu Tode geprügelt. Nach Angaben der zuständigen Königlichen Gesellschaft für die Vermeidung von Tierquälerei gibt es für den Vorfall jedoch keine Belege. McGowan räumte ein, der Hund, der in einer Zucht gestorben sei, habe »wirklich scheußlich geschmeckt«.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.05.2007, Seite 13, Feuilleton

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