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Rassistischer Ausbilder nicht strafversetzt

Berlin/Rendsburg. Einem Bericht des Online-Magazins stern.de zufolge wurde der durch Anweisungen an Rekruten mit rassistischem Colorit bekannt gewordene Bundeswehr-Ausbilder entgegen ersten Meldungen doch nicht wegen dienstlicher Vergehen strafversetzt. Grund für die Versetzung des Offiziersanwärters war vielmehr das Ende seines Praktikums an der Rendsburger Feldwebel-Schmid-Kaserne, wie der Kommandeur der Kaserne, Peter Paluch, sagte. Der Offiziersanwärter sei lediglich von Juli bis September 2006 in Rendsburg tätig gewesen und nicht negativ aufgefallen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums teilte am Montag mit, der Vorfall habe sich bereits im Juli 2006 zugetragen und das Ministerium »im Januar Kenntnis« davon bekommen. Der Vorgang sei aufgefallen, weil ein Soldat seinen Vorgesetzten darüber informiert habe.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.04.2007, Seite 2, Inland

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