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Kinderbetreuung kein Geldproblem

Berlin. Die sinkende Zahl von Kindern in Deutschland birgt nach Berechnungen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) ein Einsparpotential, das allein zur Finanzierung neuer Betreuungsplätze ausreichen könnte. »Nach unserer Modellrechnung kommen wir auf Einsparungen bei Bund, Ländern und Kommunen in Höhe von 3,6 Mil­liarden Euro jährlich«, erklärte DJI-Leiter Thomas Rauschenbach am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP. Für den von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) geplanten Ausbau der Plätze für unter Dreijährige sind drei Milliarden Euro jährlich veranschlagt.
Ein Einsparpotential von 900 Millionen Euro ergebe sich demnach durch nicht mehr benötigte Kitaplätze. Die Herabsetzung des Schuleintrittsalters von derzeit sechseinhalb auf sechs Jahre bringe weitere 800 Millionen. Beim Kindergeld habe man ein Einsparvolumen von 1,9 Mil­liarden Euro errechnet. Sinkende Kinderzahlen und ein gleichzeitiger Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren schlössen sich nicht gegenseitig aus, erklärte Rauschenbach. Denn für Kinder dieser Altersgruppe gebe es eindeutig ein zu geringes Angebot. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.02.2007, Seite 5, Inland

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