Zum Inhalt der Seite

Welt, aufwachen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat den UN-Klimabericht, der heute in Paris vorgestellt werden soll, als »unüberhörbaren Weckruf an die Welt« bezeichnet. Eine mögliche Erderwärmung um 4,5 Grad oder mehr bis Ende des Jahrhunderts wäre »dramatisch«, erklärte der BUND am Donnerstag. Erschreckend seien auch die Prognosen über das Schmelzen der Gletscher in den Alpen und in der Arktis. Der mögliche Anstieg des Meeresspiegels von einem halben Meter und mehr wäre »eine ernste Bedrohung für küstennahe Regionen und Städte«. Die Umweltorganisation forderte von der Weltgemeinschaft ein schnelles und entschlossenes Handeln zur Abwehr der Klimakatastrophe. Die Europäische Union müsse eine Führungsrolle übernehmen und sich das verbindliche Ziel setzen, ihre Klimagasemissionen bis 2020 um 30 Prozent zu senken. Für Deutschland bedeute dies die Reduzierung um 40 Prozent im Vergleich zu 1990. Von den deutschen Energieversorgern forderte der BUND einen Verzicht auf den Bau neuer Kohlekraftwerke. Die Elektroindustrie müsse sparsamere Geräte herstellen und die Automobilkonzerne Sprit fressende Fahrzeuge vom Markt nehmen.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.02.2007, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!