-
06.01.2007
- → Kapital & Arbeit
Warnung vor Energiepflanzen
Hamburg. Umweltgruppen aus Lateinamerika haben in einem offenen Brief an EU-Vertreter vor Nahrungsmittelknappheit und Naturschäden als Folgen eines Booms der Bioenergie gewarnt. In dem Schreiben, das am Freitag in Hamburg von dem Verein »Rettet den Regenwald« veröffentlicht wurde, nannten es die Organisationen unwahrscheinlich, daß Europa sich künftig aus eigener Produktion mit Bioenergie versorgen könne. Deswegen werde dies auf Kosten landwirtschaftlicher Flächen geschehen, von denen die Nahrungsmittelversorgung lateinamerikanischer Länder abhänge. Die Umweltschützer warnten zudem, daß der großflächige Anbau von Energiepflanzen das natürliche Ökosystem zerstöre. Sojabohnen, die nach den Prognosen einer der wichtigsten Rohstoffe für Biodiesel werden könnten, seien bereits jetzt ein Hauptgrund für die Zerstörung des Amazonaswaldes. Das Problem des Klimawandels, für das der Norden verantwortlich ist, dürfe nicht auf Kosten der Länder des Südens gelöst werden.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Kapital & Arbeit