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Gut geschmiert in Zella-Mehlis?

Bei der Auftragsvergabe für eine Müllverbrennungsanlage soll es erhebliche Durchstechereien gegeben haben

Bei der Vergabe des Auftrags für eine Müllverbrennungsanlage im thüringischen Zella-Mehlis sollen erhebliche Schmiergelder geflossen sein. Die Erfurter Staatsanwaltschaft ermittele wegen des Verdachts der Untreue und Bestechlichkeit, sagte Sprecher Michael Heß am Donnerstag auf AP-Anfrage. Es gehe um eine Summe im »deutlich sechsstelligen« Bereich, sagte Heß.
Der Sprecher bestätigte einen Bericht der in Suhl erscheinenden Regionalzeitung Freies Wort, nach dem es am 19. Dezember 2006 Durchsuchungen von Privat- und Geschäftsräumen der Betroffenen gegeben habe. Namen wollte Heß jedoch nicht nennen.
Nach Angaben der Zeitung wurden die Geschäftsstelle des Zweckverbandes für Abfallwirtschaft Südwestthüringen (ZASt) und die Privatwohnung des früheren ZASt-Vorsitzenden und ehemaligen Suhler Oberbürgermeisters Martin Kummer (CDU) durchsucht. Die Auswertung der beschlagnahmten Dokumente dauere gegenwärtig noch an, sagte Heß. Um die Vergabe des Auftrags für die Müllverbrennungsanlage hatte es im Frühjahr 2003 nach Angaben der Zeitung heftigen Streit gegeben. Den Zuschlag habe schließlich die Münchner Martin GmbH erhalten, hieß es.
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(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.01.2007, Seite 5, Inland

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