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Präsident von Taiwan vor Korruptionsanklage

Taipeh. Die Staatsanwaltschaft in Taiwan hat nach eigenen Angaben genügend Beweise für eine Korruptionsanklage gegen Präsident Chen Shui-bian zusammengetragen. Chen könnte angeklagt werden, sobald er sein Amt niederlege, erklärte Staatsanwalt Chang Wen-cheng am Freitag vor Journalisten. Chen hat die Forderungen nach einem Rücktritt bislang zurückgewiesen. Die Ermittlungen gegen Chen stehen im Zusammenhang mit einem geheimen Fonds zur Unterstützung diplomatischer Einsätze im Ausland. Wegen Veruntreuung, Falschaussagen und Dokumentenfälschung bei der Verwaltung des Fonds wurden bereits Chens Frau und drei ehemalige Mitarbeiter angeklagt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.11.2006, Seite 2, Ausland

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