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Ukraine nicht mehr »orange«

Kiew. Nach dreimonatigen Verhandlungen sind in der Ukraine die Bemühungen um eine Wiederauflage der Koalition der Parteien der »Orangen-Revolution« gescheitert: Der sozialistische Parteichef Oleksandr Moros ließ sich mit Stimmen der prorussischen Partei der Regionen und Kommunisten zum Parlamentspräsidenten wählen. Damit wurde eine Absprache zwischen den beiden größeren »orangen« Parteien hinfällig, die den Parlamentsvorsitz für die Partei von Präsident Viktor Juschtschenko und das Ministerpräsidentenamt für Julia Timoschenko vorgesehen hatte. Die Wahl von Moros kam überraschend nach einer zehntägigen Blockade des Kiewer Parlaments durch die Partei der Regionen von Juschtschenkos Gegenspieler Viktor Janukowitsch. Timoschenko machte ihre prorussischen Gegner für das Scheitern der Orangen-Koalition verantwortlich: »Die Verbrecher kommen zurück.«
(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2006, Seite 7, Ausland

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