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Traumatisiert nach Auslandseinsatz

Osnabrück. Immer mehr deutsche Soldaten sind einem Zeitungsbericht zufolge nach Auslandseinsätzen traumatisiert. Die Zahl der offiziell an posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) erkrankten Bundeswehrsoldaten, die in Afghanistan im Einsatz waren, stieg von 30 im Jahr 2003 auf 86 im vergangenen Jahr, wie

die Neue Osnabrücker Zeitung am Freitag berichtete. Experten gehen davon aus, daß die Dunkelziffer noch weit höher liegen dürfte, da die Hemmschwelle, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, hoch sei. Im Zeitraum 2003 bis 2005 registrierte die Bundeswehr dem Bericht zufolge 200 PTBS-Erkrankungen bei ISAF-Soldaten. Bei der seit 1996 in Bosnien bestehenden Friedensmission SFOR beziehungsweise EUFOR seien bislang 118 Fälle aufgetreten. In den vergangenen zehn Jahren seien insgesamt 1547 Fälle registriert worden.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2006, Seite 4, Inland

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