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Pilotenprotest bei Air Berlin

Hamburg. Der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin droht vor dem geplanten Börsengang offenbar ein Konflikt mit ihren Piloten. Wie der Spiegel am Donnerstag vorab berichtete, sind inzwischen mehr als ein Drittel der rund 500 Piloten des Konzerns der Branchengewerkschaft Cockpit beigetreten. Sie wollten bessere Arbeitsbedingungen, einen Tarifvertrag und einen Betriebsrat durchsetzen und kritisierten, daß sie trotz Mehrarbeit bis zu 30 Prozent weniger Gehalt bekämen als bei anderen Airlines. Die Namen der Gewerkschaftsmitglieder würden vertraulich behandelt, da Air-Berlin-Chef Joachim Hunold als erklärter Gewerkschaftsgegner gilt, hieß es in dem Bericht.

Die Konzernleitung nannte die Darstellung »Wunschdenken der Gewerkschaft«. »Es hat sich noch kein einziger Pilot bei uns beklagt«, sagte Sprecher Peter Hauptvogel am Freitag der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.04.2006, Seite 9, Inland

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