-
13.04.2006
- → Ausland
Harmlose Wagen als »Biowaffenlabors«
Washington. Die US-Regierung hat laut Medienberichten wissentlich zwei im Irak gefundene harmlose Wagen als Biowaffenlabors bezeichnet. Als die kleinen Anhänger im März 2003 entdeckt wurden, erklärte Präsident George W. Bush: »Wir haben die Massenvernichtungswaffen gefunden.« Der Beweis für die Bedrohung durch den Irak diente Bush als Rechtfertigung für den Krieg. Tatsächlich hatte eine Mission des Pentagons längst erkannt, daß die Anhänger nichts mit Biowaffen zu tun hatten, berichtete die Washington Post am Dienstag (Ortszeit). Die Erkenntnisse der Experten seien am 27. März an die Regierung übergeben worden. Dennoch habe Bush die Anhänger zwei Tage später als Biowaffenlabors deklariert. (AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland