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07.04.2006
- → Feuilleton
Rocket Freudental kommen
Zum Stand der Poprevolution: Blumfeld machen mystische Kinderlieder, Tocotronic widmen sich verstärkt aufgeklärter Esoterik, doch die letzten Linksradikalen von den Goldenen Zitronen nennen ihr kommendes Album »Lenin«. »Trinker müssen trinken und Schiffe müssen sinken. Hilft kein Betteln und kein Flehen, ist der Film aus, mußt du gehen«, singen Rocket Freudental auf ihrer neuen Platte »Wir leben wie Gespenster« (Trikont). Die aktuellste Rettung des individualistischen Protestsongs. Erinnert an frühe Trio, späte Ton Steine Scherben und mittlere Chemical Brothers. Schrillt und schüttelt sehr ordentlich, verfügt auch über Krautrock- und Dubkenntnis und ist hundertmal sympathischer und cooler als 90 Prozent aller deutschen Indieprodukte. Rocket Freudental feiern heute um 21 Uhr Record-Release-Party im Berliner Kaffee Burger. (jW)
27.4. Stuttgart, Rockers 33; 29.4. Hannover, Silke Arp; 1.5. Hamburg, Pudel; 13.5. München, Bunnyhill (Kammerspiele)
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