Zum Inhalt der Seite

Kritik an britischen Auffanglagern

London. Die britische Gefängnisverwaltung hat die Zustände in den drei britischen Auffanglagern für illegale Einwanderer in Nordfrankreich als unhaltbar kritisiert. Die Abschiebezellen von vier mal drei Metern für bis zu sechs Menschen gleichzeitig seien »vollkommen unangemessen«, schrieb Chef-Gefängnisinspektorin Ann Owers in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Auch die sanitären Anlagen seien unzureichend. Die Zellen, in denen Männer, Frauen und Kinder gleichzeitig untergebracht werden können, haben lediglich ein Loch im Boden, das als Toilette dient. Das Personal selbst bezeichne die Zellen in einem der Zentren als »Hundezwinger«. Die drei Lager in der Hafenstadt Calais und in Coquelles werden im Auftrag der britischen Einwanderungsbehörden von der Privatfirma Group 4 Securicor betrieben. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 06.04.2006, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!