Zum Inhalt der Seite

Der 1. April April ist wieder vorbei

Berlin. Ein wenig Verwirrung stiftete es schon, daß sich laut jW vom Sonnabend (S.5) Linkspartei.PDS und WASG in Berlin auf einen gemeinsamen Wahlantritt »auf antineoliberaler Grundlage« geeinigt hätten. Doch davon kann leider keine Rede sein, da die Berliner Linkspartei gar nicht daran denkt, künftig auf Sozialkürzungen, Privatisierungen und Lohndumping zu verzichten. Es handelte sich um unseren Beitrag zum 1. April, dem Kampftag aller Medienwitzbolde. Und da man auf einem Bein nicht stehen kann, gab es an diesem Tag eine weitere Falschmeldung. Der Bericht auf Seite 8 über von der OSZE festgestellte Unregelmäßigkeiten bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg war ebenfalls dem Datum geschuldet.

(jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.04.2006, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!