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Härthaaah!

Am Mittwoch abend zeigte der Berliner deutlich, wie wichtig ihm seine Hertha ist. Knapp 10000 Beobachter erschienen zum Spiel der Großabsahner gegen Rapid Bukarest, das Team der rumänischen Hauptstadt-Eisenbahner. In Halbzeit eins gab es einen Kopfball aufs Tor der Rapidler, das war's. In Halbzeit zwo steigerte sich Herthas Torversuchsquote um 100 Prozent: zwei Kopfbälle, wow! Das Spiel war grauenerregend, Antifußball vom aller allerschlimmsten. Marcelinho und Co. ohne Feuer, Trainer Götz stierte ins Nichts. Die wenigen Fans wurden zusehends wütender, »Hoeneß raus«-Rufe erfüllten das Stadionrund. Herthas Manager hat in Berlin keine Freunde mehr. Und auch der Schiri konnte Hertha nicht leiden, pfiff in Minute 67 Strafstoß. So kam es zum 1:0-Auswärtssieg der Rumänen, die nicht eben den Fußball erfunden haben.


Frank Willmann

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2006, Seite 16, Sport

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