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11.02.2006
- → Feuilleton
Vorne ist hinten
Der Chef der von einem Antiquitäten-Skandal erschütterten Getty-Stiftung, Barry Munitz, hat seinen Rücktritt erklärt. Er habe sich zu diesem Schritt entschlossen, damit sich er und die Stiftung weiter »nach vorne bewegen können«, erklärte Munitz am Donnerstag in Los Angeles. Gegen eine frühere Kuratorin der Getty-Kunst-Kollektion, Marion True, läuft derzeit vor einem italienischen Gericht ein Musterprozeß wegen »Plünderung« italienischer Kunstschätze. True wird vorgeworfen, gestohlene Kunstgegenstände wissentlich für Gettys Antiquitäten-Sammlung in Los Angeles erworben zu haben. In der am Donnerstag veröffentlichten Erklärung hieß es, daß der 64jährige keine Abfindungszahlung erhalten, aber »ohne Eingeständnis einer Fehlhandlung« der Getty-Stiftung 250 000 Dollar zahlen werde. (AFP/jW)
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