junge Welt - 2 Wochen gratis testen!
Gegründet 1947 Donnerstag, 16. April 2026, Nr. 88
Die junge Welt wird von 3063 GenossInnen herausgegeben
junge Welt - 2 Wochen gratis testen! junge Welt - 2 Wochen gratis testen!
junge Welt - 2 Wochen gratis testen!
Online Extra
15.04.2026, 19:07:46 / Kapital & Arbeit

Verdi droht mit Warnstreiks bei Postbank

Deutsche Bank und Postbank.jpg
Konzernzentrale der Postbank in Bonn mit den Logos der Deutschen Bank und der Postbank

Frankfurt/Düsseldorf. Nach bisher ergebnislosen Tarifverhandlungen für rund 9.000 Beschäftigte der Postbank droht Verdi mit Warnstreiks. In der ersten Gesprächsrunde in Düsseldorf habe die Arbeitgeberseite die Verdi-Forderung abgelehnt und ein eigenes Angebot vorgelegt, was aber nicht ausreiche, kritisierte die Gewerkschaft die Postbank-Konzernmutter Deutsche Bank.

»Der Unmut der Postbankbeschäftigten ist groß«, schrieb Verdi. Die Arbeitsbelastung sei über Jahre sehr hoch und das jetzige Angebot »ein Schlag ins Gesicht«. »Wir gehen davon aus, dass es in den kommenden Wochen zu ersten Warnstreiks kommen wird«, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck. In der Tarifkommission habe man bereits über die Einleitung gesprochen.

Das präsentierte Angebot umfasst demnach eine Gehaltssteigerung von zwei Prozent nach fünf Nullmonaten zum September und weiteren zwei Prozent im September des kommenden Jahres. »Die Deutsche Bank hat gerade erst ein Rekordergebnis verkündet; da ist es jetzt völlig unverständlich, dass sie ein Gehaltsangebot macht, das nicht einmal ansatzweise die Inflation ausgleicht«, monierte Duscheck.

Verdi fordert in der Tarifrunde eine Gehaltssteigerung von acht Prozent, mindestens aber 300 Euro pro Monat. Zudem gehe es um Fragen der Transformation: Die Integration der ehemaligen Postbank in die Deutsche Bank, Filialschließungen sowie organisatorische Veränderungen führten zu Unsicherheit bei den Beschäftigten, so Verdi. Sie bräuchten Perspektiven und Planungssicherheit. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 18. Mai in Frankfurt angesetzt. (dpa/jW)

links & bündig gegen rechte Bünde

Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.

Mehr aus: Kapital & Arbeit