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Aus: Ausgabe vom 16.04.2026, Seite 15 / Betrieb & Gewerkschaft

Heidelberger Druck steigt in Drohnenabwehr ein

Brandenburg an der Havel. Der Druckmaschinenhersteller Heidelberg steigt in das Geschäft mit Drohnenabwehrsystemen ein. Das Unternehmen nahm gemeinsam mit dem amerikanisch-israelischen Technologieanbieter Ondas Autonomous Systems in Brandenburg an der Havel den Betrieb auf. Mit der Technik sollen Drohnen bgefangen werden. Zum Betriebsstart am Dienstag, bei dem die Drohnenabwehrtechnik demonstriert wurde, kamen Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und der israelische Botschafter Ron ­Prosor. In Brandenburg an der Havel hat der Druckmaschinenspezialist Heidelberg seit 1991 eine Produktionsstätte. Dort sind rund 380 Menschen beschäftigt.

Der BSW-Kreisverband Brandenburg an der Havel kritisierte den Besuch Woidkes bei Heidelberger und wies auf eine Wochenumfrage des größten Onlineportals der Stadt Meetingpoint hin. Demnach sind 33 Prozent der Teilnehmer der Umfrage strikt gegen dieses Vorhaben. Weitere 27 Prozent hätten Sicherheitsbedenken, da man Brandenburg an der Havel damit zur Zielscheibe im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung mache. Das BSW forderte von Woidke, »sich lieber für den Erhalt sowie für die Neuansiedlung ziviler Arbeitsplätze in Brandenburg stark zu machen«. (dpa/jW)

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  • Leserbrief von Wieland König aus Neustadt in Holstein (15. April 2026 um 14:04 Uhr)
    Ich möchte gern Frau Wagenknecht vom BSW fragen, welche Haltung sie zu ihrem ehemals von ihr selbst handverlesenen Landeschef des BSW, Herrn Crumbach, bezieht, der jetzt brav mit dem ansonsten erfolglosen SPD-Chef Woidke durch die Lande zieht. Dabei werden solche brandenburgischen »Erfolgsmodelle« mit Vivat gesegnet, wie der neue brandenburgisch-amerikanische Drohnenhersteller in der Stadt Brandenburg, der Militäflugzeug-Triebwerksbauer in Ludwigsfelde oder der neue Raketenstandort in Holzdorf. Dieser Renegat Crumbach hat sich das Vertrauen der Alleinentscheiderin des BSW erschlichen, einen schönen Ministerposten durch Missbrauch der Wählerstimmen der Brandenburger BSW-Sympathisanten ergaunert und dann den Schafspelz abgelegt, als der Hintern im Warmen war. Das Schicksal vom PCK Schwedt oder von EKO-Stahl Eisenhüttenstadt interessiert da sehr wenig bis gar nicht. Der rapide Wählerstimmenabsturz des BSW hat wohl weniger mit Stimmauszählungsfehlern zu tun, mehr mit gravierender Selbstdarstellungssucht als Parteigründerin in der Anfangszeit, wo alle Personalentscheidungen nur in der Hand der »Generalsekretärin« lagen. Die vielen verlorenen Hoffnungen der enttäuschten Wähler sind schwer oder gar nicht zurückzugewinnen. Schade, dass sich auch diese Hoffnung auf das BSW als neue fortschrittliche politische Kraft so schnell subjektiv bedingt zerlegte.

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