Nach Trump-Drohungen: Iran beendet Verhandlungsbemühungen
Washington. Nach den neuerlich verschärften Vernichtungs-Drohungen von US-Präsident Donald Trump hat der Iran Medienberichten zufolge den Kontakt mit Washington abgebrochen. Der Iran habe seine »direkte Kommunikation« mit den USA unterbrochen, schrieb das Wall Street Journal am Dienstag unter Berufung auf Beamte im Nahen Osten. Der Schritt verkompliziere die Bemühungen um eine Einigung, Gespräche über Vermittler liefen aber weiter. Die New York Times berichtete unter Berufung auf hochrangige iranische Beamte, Teheran habe seine »Verhandlungsbemühungen mit den USA« eingestellt.
Eine iranische Regierungssprecherin teilte mit, dass es über die Vermittlerstaaten weiterhin einen Austausch gebe, der jedoch bislang zu keinem Durchbruch geführt habe. »Die Sprache der Herabwürdigung und Beleidigung blockiert derzeit den Weg zu jeder Verständigung und einer möglichen Einigung«, sagte sie im Staatsfernsehen Irib.
Trump hatte Stunden vor Ende seines »Ultimatums« erneut eine Drohung an den Iran gerichtet. »Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren«, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Frist, die er Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus gesetzt hat, läuft nach deutscher Zeit um 2 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ab. (dpa/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Ausland
-
Ohne Kommentar
vom 08.04.2026 -
Boliviens Linke lebt
vom 08.04.2026 -
Südlibanon auf sich allein gestellt
vom 08.04.2026 -
Kuba: US-Abgeordnete fordern Ende der Blockade
vom 08.04.2026 -
Rechtsaußen ganz im Süden
vom 08.04.2026 -
Neue Töne in Moskau
vom 08.04.2026
