Roland Berger gestorben
Von Peter Michel
Roland Berger gehörte in der DDR zu den aktivsten Mitgestaltern der Grafikedition der jungen Welt. Geboren 1942 in Weinböhla bei Dresden, erwarb er 1972 sein Diplom als Maler und Grafiker an der Kunsthochschule Berlin, wurde 1983 zum Dozenten mit künstlerischer Lehrtätigkeit an der Humboldt-Universität berufen und bestimmte seitdem das hohe Niveau grafischer Techniken im Osten Deutschlands mit: in der freien Zeichnung, der Lithographie, dem Holz- und Linolschnitt, dem Farblinoldruck, der Frottage, der Farbaquatinta und anderem. Auch plastische Gestaltungen gehörten zu seinen Arbeitsmethoden.
Bergers Werke wurden in Berlin, Rotterdam, Mainz, Arnheim, Warschau, Moskau, Banska Bystrica und vielen weiteren Orten gezeigt. Bekannt wurde er mit Arbeiten zu den Werken von Anna Seghers und Franz Fühmann und mit seinen Beiträgen zur Kunst des Exlibris (Bucheignerzeichen). Seine letzte große Einzelausstellung fand erst vor zwei Jahren im Schloss Oranienburg statt. Am 4. April 2026 verstarb Berger im Alter von 83 Jahren in Hohen Neuendorf. Vielleicht erinnert sich mancher Leser, der die junge Welt aus den DDR-Jahren kennt, an seine frischen Editionsgrafiken.
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