Zum Inhalt der Seite
Bildmeldung

Internationaler Frauentag

Foto: Santiago Flores

Wie hier in Berlin-Kreuzberg demonstrierten am 8. März Menschen auf der ganzen Welt für ein Ende der Unterdrückung der Frau und gegen patriarchale Gewalt. Der 8. März ist seit dem Jahre 1921 Welttag für die Frauenbefreiung. Ein erster internationaler Frauentag war aber bereits am 19. März 1911 in einigen europäischen Ländern gefeiert worden. Mit der Wahl des Datums stellten sich die Initiatorinnen, darunter Clara Zetkin, damals bewusst in eine Reihe sowohl mit den Gefallenen der Märzaufstände von 1848, denen am 18. März gedacht wurde – dem heutigen Tag der politischen Gefangenen –, als auch mit den Revolutionären der Pariser Kommune von 1871, die sich ebenfalls an einem 18. März erhoben. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde aus einem Tag, der vor allem dem Kampf um das Frauenwahlrecht gewidmet war, ein Aktionstag gegen den imperialistischen Krieg. Am 8. März 1917 schließlich entzündeten die Petrograder Arbeiterinnen mit einem Streik gegen den Krieg die Februarrevolution, die zur Beseitigung des Zaren führte. (pt)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 09.03.2026, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
→Leserbriefe
  • Onlineabonnent*in Martin M. aus D. 8. März 2026 um 21:33 Uhr
    In Paris haben gemäß der Gewerkschaft GCT alleine um die 130.000 Personen demonstriert. In der Tat, war dies eine der größten Demonstrationen, welche die Hauptstadt gesehen hat. Vom Stalingrad-Platz ging es über den Nordbahnhof (Gare du Nord) zum Platz der Republik (Place de la République). Der Demozug startete kurz nach 14 Uhr, wobei die letzten DemonstrantInnen erst gegen 16.30 Uhr (!) losmarschierten. Neben den Themen zu Frauenrechten, Gewalt gegen Frauen, Patriarchat stand die Demo auch unter dem Motto: Blockiert FaschistInnen, ZionistInnen und RassistInnen. Gegenüber früheren 8.-März-Demos vielen die Slogans, Sprechchöre und Gesänge um einiges kämpferischer aus.
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!